Ford gewinnt mit dem Ford GT das 6H-Rennen von Watkins Glen

02 Jul 2018

Köln / Watkins Glen, USA (ots) - Dirk Müller aus Burbach im Siegerland und Joey Hand haben am Sonntag mit ihrem Ford GT beim Sechsstundenrennen von Watkins Glen (USA) die GTLM-Klasse gewonnen. Den fünften Lauf zur nordamerikanischen IMSA-Sportwagen-Meisterschaft nahmen beide Ford GT des Werksteams Ford Chip Ganassi Racing (CGR) aus der ersten Startreihe in Angriff. Dank einer ausgefeilten Taktik übernahm Müller nach dem letzten Boxenstopp durch eine kürzere Nachtankzeit die Führung und verteidigte bis ins Ziel. Für den Ford mit der Startnummer 66 war es der erste Sieg seit dem IMSA-Lauf in Road Atlanta im Vorjahr. Das Schwesterauto mit der 67 hat im Frühjahr bereits beim Saisonauftakt, den 24 Stunden von Daytona, die hart umkämpfte Klasse der Profi-GT-Fahrzeuge für sich entschieden. In Watkins Glen kamen Richard Westbrook (GB) und Ryan Briscoe (AUS) nach der Qualifying-Bestzeit und der schnellsten Rennrunde aufgrund eines Fahrwerksproblems auf Rang sechs ins Ziel.

"Wenn du gewonnen hast, klingt es am Ende immer so einfach - aber das war es nicht. Ich musste alles geben", erklärte Dirk Müller. "Viele kleine Dinge kamen uns an diesem Wochenende immer wieder in die Quere wie zum Beispiel ein kleineres Elektrikproblem, aber das Team hat einen fantastischen Job abgeliefert, die Ursache entdeckt und behoben. Dann wurden wir während des Rennens von einer ,Caution'-Phase auf dem falschen Fuß erwischt. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, noch einmal wieder nach vorne zu kommen. Aber Joey hat am Ende eine großartige Vorstellung abgeliefert. Hinzu kam die geniale Strategie unseres Taktikers Mike O'Gara, der unseren Ford GT genau zum richtigen Zeitpunkt zum Boxenstopp gerufen hat. Damit konnten wir alle austricksen."

"Wir haben das gesamte Wochenende intensiv an unserem Ford GT gearbeitet", betont der US-Amerikaner Joey Hand. "Es war nicht von Beginn an das schnellste Auto. Selbst im Warm-up vor dem Rennen haben wir noch Änderungen vorgenommen, das war echtes Teamwork. Dirk und ich fahren nun schon so lange zusammen, wir kennen uns so gut und wissen, wie wir gemeinsam einen Rennwagen weiterentwickeln und worauf es ankommt - zum Beispiel, abseits der Ideallinie auf dem schmutzigeren Teil der Strecke überholen zu können. Als es zählte, lag unser Auto perfekt. Das verdanken wir auch den Jungs von Ford Chip Ganassi Racing, Ford Performance, Multimatic und Michelin. Hinzu kam unsere Strategie: Wir haben uns früh darauf konzentriert, den Verbrauch zu reduzieren, um beim Nachtanken Zeit zu sparen. Das funktionierte perfekt, ich konnte trotz sparsamer Fahrweise immer noch attackieren. Als ich unseren Ford GT an Dirk übergeben hat, stand er so kurz an der Box, dass er dadurch die Führung übernommen hat. Und einmal an der Spitze war unser Wagen nicht mehr zu schlagen."

Richard Westbrook und Ryan Briscoe konnten alle Trainingssitzungen und auch das Qualifying dominieren. Entsprechend waren sie in das IMSA-Rennen von der GTLM-Pole Position gestartet. Nach der ersten von sechs Stunden drehte sich das Glück jedoch gegen sie, als ein Problem mit einem Querstabilisator auftrat und das Fahrverhalten des Mittelmotor-Rennwagens beeinträchtigte. "Das Auto war danach sehr schwierig zu handeln", berichtete Westbrook, der zuvor in 1.42,872 Minuten die schnellste Rennrunde vorgelegt hatte. "Das ist wirklich sehr schade, das Wochenende lief so gut für uns. Wir hatten einfach Pech. Aber ich freue mich, dass wenigstens unsere Teamkollegen gewinnen konnten."

Quelle-Foto: obs/Ford-Werke GmbH

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